Nolleks Lieblingsfilme

In dieser Rubrik habe ich meine Lieblingsfilme jeweils mit Kurzkritik aufgeführt.

Prinzipiell mag ich bizarre oder skurile Filme, deren Humor bisweilen auch gerne unter die Gürtellinie gehen darf, allen voran natürlich die schwarze englische Schule der Monty-Python-Schmiede. Des weiteren mag intelligent umgesetzte Thriller und Science-Fiction sowie beklemmende Endzeit-Geschichten.

Das Leben ist schön

Der bewegendste Film, den ich bisher gesehen habe, einerseits sehr amüsant bis slapstickartig, andererseits sehr traurig und melancholisch. Die meist theaterhafte Kulisse und die symbolträchtige Handlung betonen die Aussage intensiver wie jeder Spielfilm, der versucht, den Schrecken des dritten Reiches realistisch darzustellen: Das Leben ist schön - damit das Böse nicht über das Gute triumphiert!

Der Herr der Ringe

Die Verfilmung von Tolkiens Trilogie schafft es erwartungsgemäß nicht, die Komplexität der Romanvorlage entsprechend detailgetreu und intensiv umzusetzen. Trotzdem ist es meiner Meinung nach fast durchwegs gelungen, Kernhandlung und Charaktere so darzustellen, dass kein Tolkien-Fan wirklich enttäuscht sein dürfte. Mehr kann man von der Verfilmung eines solch genialen Jahrhundertwerkes wohl nicht erwarten.

Der Sinn des Lebens

Das absolute, leider etwas unterbewertete Highlight der Skurilität aus der Monty-Python-Schmiede. Ob Organtransplantation, Geburtenkontrolle, Fettleibigkeit, feindliche Konzernübernahmen oder die fatale Wirkung von Dosenlachs - alle relevanten Aspekte des täglichen Lebens werden hier auf die feine englische Art beleuchtet.

Clockwork Orange

Hier kommt Alex in Stanley Kubrik's kontroverser, comicartiger, beklemmender Gewalt(igkeiten)-Orgie. Begriffe wie Faschismus, Konformität, Kontrolle, Perversität, Anarchie im Zerrspiegelbild der Gesellschaft dargestellt - fragt sich nur, ob überspitzt oder fokussiert?

1984

Klassiker ohne Zweifel, das durch und durch bedrückende Horrorszenario von Konformität und Gleichschaltung, totaler bzw. totalitärer Kontrolle mit im Keim erstickter Hoffnung. Systeme wie Faschismus und Stalinismus in perfider Perfektion dargestellt erinnert 1984 mahnend an die allerletzte Bastion des menschlichen Wesens. Denn merke: Die Gedanken sind frei!

Brazil

Im Grunde eine humorige, groteske Variante von 1984 von Terry Gilliam mit toller Starbesetzung, fantastischer Kulisse und einer abgedrehten Story um die absolute Kontrolle durch den Staat, die Exekutive und die Energieversorger (!), gestört durch einige anarchische Bewegungen aus dem Untergrund. Wahnwitzig und sehr symbolträchtig. Sollte man gesehen haben.

Star Wars

Die Teile IV bis VI sind für mich Klassiker des Science-Fiction-Genres. Die Magie des Laserschwertes bleibt auch nach einem Vierteljahrhundert noch ungeschlagen. Auch die jüngst verfilmten Vorläufer finde ich super sehenswert, auch wenn sie anfangs wie ein Tutorial für die Ursprungs-Trilogie, durch die (auf alle Fälle genial gemachten) Computeranimationen manchmal zu plastisch und gegen Ende aufgrund der vielen Special Effects etwas überladen wirken. Star Trek finde ich übrigens zum Kotzen.

This is Spinal Tap

Die absolute Kult-History der vermeintlich größten Rockband dieses Erdballs, ohne die es Rock-Giganten von den Beatles bis Metallica wohl nie gegeben hätte. Ob sich die Schlagzeuger in der Konzerthalle von Cleveland verlaufen, während des Konzertes explodieren oder bei einem "bizarre gardening accident" ums Leben kommen - Die "Drummer wanted"-Gesuche der Band kommen einer Todesanzeige gleich.
Spinal Tap - die imaginäre Mutter aller Rock-Bands.

Carrie/Shining

Diese beiden Verfilmungen der Frühwerke von Stephen King stellen vor allem aufgrund der erstklassigen Besetzung und Umsetzung deren Romanvorlagen klar (Carrie) bzw. knapp (Shining) in den Schatten. Sissy Spacek und Jack Nicholson sind in ihren jeweiligen Hauptrollen grandios.

Braindead

Das Frühwerk von Peter "Herr der Ringe" Jackson ist wohl der kultigste und amüsanteste Splatterfilm aller Zeiten. Nach der fatalen, pseudo-mysteriösen Einleitung fliegen bei diesem B-Movie die Fetzen. Vom Anfang bis zum finalen Schlachtfest inklusive Rasenmäher-Gemetzel einfach nur zum totlachen.

Late Show

Über diese Pseudo-Dokumentation über das deutsche TV-Geschäft kann ich mich immer wieder kaputt lachen. Ein abgewrackter Harald Schmidt als Fußfetischist, ein treudoofer Thomas Gottschalk unfreiwillig auf Koks gesetzt und eine Veronika Ferres als blondblödes TV-Guru-Groupie brillieren in diesem Who-is-Who der nationalen Fernseh-Prominenz.

From Dusk till Dawn

Quentin Tarantino's Kult-Gemetzel-Orgie mit dem finalen Zombie-Gemetzel in der mexikanischen Kultbar "Titty-Twister", dem Klassiker-Soundtrack u. a. von Tito & Tarantula und Kult Zitat von Clooney: "Die Sonne scheint mir aus dem Arsch".

The Crow

Das actiongeladene Neuzeit-Märchen mit Endzeit-Stimmung. Kult - aufgrund der düsteren Atmosphäre, des supercoolen Soundtracks und der Tatsache, dass Hauptdarsteller Brandon Lee sich leider vor Abschluss der Dreharbeiten mit einer Schreckschusspistole die Lichter ausgeblasen hat.

Die Bourne Identität (Original und Remake)

Einer der besten Romane von Robert Ludlum ist in zwei Film-Versionen erhältlich.
Das Original mit Richard Chamberlain und Jaclyn Smith schafft es in Überlänge, die komplexe Vorlage detailgetreu und trotzdem schlüssig wiederzugeben.
Die kürzere Neuauflage mit Matt Damon und Franka Potente weicht teilweise (leider) erheblich vom Original ab. Der Reiz des Remakes liegt in der moderneren Filmtechnik, dem atemberaubenden Tempo der Actionsequenzen und der unglaublich intensiven Leinwandpräsenz von Matt Damon.

Resident Evil

Die Verfilmung des gleichnamigen PC-Spiele-Klassikers hat vor allem den Vorzug, dass sie tatsächlich die Atmosphäre eines Computerspieles verbreitet.
Neben einigen netten Action- und Splatter-Sequenzen ist vor allem die süße Milla Jovovich in jeder Szene eine Augenweide.

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